Barlach und Sansibar – wie hinkommen?

Es gibt auf diesem Blog einige Artikel zu Ernst Barlachs „Engel“ in Güstrow und zum „lesenden Klosterschüler“ in Alfred Anderschs Roman „Sansibar oder der letzte Grund“. Beide, den „Klosterschüler“ und den Engel (oder „Der Schwebende“), kann man in Güstrow besichtigen. Das geht auch ganz hervorragend mit Schulklassen, speziell von Berlin aus. Und um den Religionsunterricht in Berlin geht es ja in diesem Blog. Nach Güstrow zu fahren wäre „Lernen am anderen Ort“.

Dazu gibt es Neues zu berichten, denn die Bahnverbindung mit dem RE 5 Richtung Stralsund war lange durch Bauarbeiten unterbrochen. Das ist jetzt vorbei.
Es gibt jetzt wieder den Zug, mit dem man um Punkt 11.00 Uhr in Güstrow ist. Er fährt täglich in Berlin aus Elsterwerda kommend um
08.26 Uhr ab Lichterfelde Ost
08.33 Uhr ab Berlin-Südkreuz
08.37 Uhr ab Potsdamer Platz
08.42 Uhr ab Hauptbahnhof-tief
08.49 Uhr ab Gesundbrunnen und
09.11 Uhr ab Oranienburg.

Die letzte Information ist wichtig, weil Oranienburg noch im VBB-Tarifbereich C liegt und ab 9.00 Uhr das Berlin-Brandenburg-Ticket gilt. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler können für die Teilstrecke in Berlin ihr normales BVG-Ticket benutzen, mit dem sie ggfs. auch in die Schule fahren. Gesundbrunnen liegt im Tarif-Bereich B, der auf der Strecke bis Frohnau reicht. Da der Zug da aber nicht hält, und man deswegen nicht genau sagen kann, wann der Zug den B-Bereich verlässt, ist nicht ganz sicher, ob Teilnehmer mit einem AB-Ticket für die Fahrt bis Oranienburg nicht einen Anschluss-Fahrschein für den Tarifbereich C brauchen. Ich werde das beim VBB erfragen und dann berichten. Der Anschlussfahrschein würde 1,50 € pro Person kosten.
Für die Fahrt insgesamt braucht man dann jeweils dazu für fünf teilnehmende Personen ein Berlin-Brandenburg-Ticket und ein Mecklenburg-Vorpommern-Ticket.  Wenn man Fahrräder mitnimmt (die man für die Fahrt zum Atelierhaus Barlachs am Heidberg in Güstrow gut brauchen kann, wenn man sie nicht in Güstrow mieten will) braucht man noch ein Fahrrad-Tagesticket, das 5,– € pro Fahrrad kostet und für den ganzen Tag gilt).

Für die Rückfahrt empfiehlt sich der Zug um 16:56 ab Bahnhof Güstrow, der z.B. um 19.16 Uhr wieder in Berlin-Hauptbahnhof ist.

Bild: Schiwago (Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 2.5 generisch“)
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Islam

Hier nur schnell mal zwei Links zu einer interessanten Seite bzw. einer Organisation, die sich mit interkultureller und integrativer/inclusiver Pädagogik beschäftigt.
Da gibt es auch interessante downloads von Unterrichtsmaterial, das im Religions- oder Ethikunterricht eingesetzt werden kann.

http://www.ufuq.de
http://www.facebook.de/ufuq.de

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An Alternative

to Donald’s „America First“: (see picture)

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Bilder vom Bau der Dietrich-Bonhoeffer-Gedächtniskirche in Braunschweig-Melverode

In der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche bin ich 1968 konfirmiert worden. Das Gebäude war umstritten – nicht so sehr das Gemeindezentrum, sondern die Kirche. „Saline“ nannten es manche Leute aus meiner Umgebung, und heute gibt es im Internet ein Foto der Kirche, das der Fotograph „Raketenabschussrampe“ nennt. Dabei ist das Gebäude höchst spannend und sollte vielleicht heute, mehr als 55 Jahre nach seiner Errichung, eher als architekturgeschichtliches Beispiel gesehen werden.

Die Filme, die man jetzt auf Youtube sehen kann, sind ursprünglich entweder mit einer Super-8-Kamera oder vielleicht sogar mit einer 16mm-Kamera aufgenommen. Das Geräusch im Hintergrund ist jedenfalls ein Projektor. So gesehen sind sie auch ein technikgeschichtliches Dokument.

Viel Spaß!

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Totalitarismus

 

Alfred Anderschs Roman „Sansibar“ wie auch dessen Verfilmung von Bernhard Wicki sind am ehesten zu verstehen als literarische bzw. filmische Beschäftigung mit dem historischen Phänomen und Erbe des Nationalsozialismus. Die Figuren, die darin die Handlung tragen, sind nicht historische Individuen, sondern eher Typen, Figuren, die für allgemeinere historische Gruppen und Zusammenhänge stehen. Ihr gemeinsamer Gegner sind die Nationalsozialisten, die aber gleichsam unsichtbar, wie im Nebel,  bleiben. Man könnte die Figuren mit einem Schachspiel vergleichen, bei dem die Personen des Romans alle „weiß“ sind, die Gegner sind „schwarz“, aber sie bleiben verborgen[1]. Gleichwohl droht von ihnen stets Gefahr. Im Bild des Schachspiels sind die handelnden Personen, die sich „aufeinander zu[bewegen] und voneinander weg: zwei Schritte vor, einen zurück. Sie schweben zwischen Erfolg und Misserfolg, Sieg und Niederlag, Leben und Tod. Sie sind in Zugzwang.“[2] Die Nationalsozialisten werden im Roman wie im Film nicht als solche benannt, sie sind nur „die Anderen“. Im Bild des Schachspiels: „Die Hauptfiguren sehen ihre Gegner nicht, sie ahnen sie nur. … Die Züge der schwarzen Anderen existieren nur in der Vorstellungskraft der weißen Hauptfiguren, dennoch müssen sie darauf reagieren.“[3]

Hannah Arendt hat eine „totale Herrschaft“ als die Einbeziehung aller Lebensbereiche in das System der politischen Herrschaft beschrieben[4]. Speziell für den Nationalsozialismus beschrieb sie die völlige Verkehrung der Rechtsordnung, die verbrecherische Gewalt und Massenmorde zur Regel machte. Der oben beschrieben „Nebel“, in dem „die Anderen“ agieren, mag ein Stück des Lebensgefühls beschreiben, das die Menschen während der NS-Zeit hatten. Der Roman verdichtet anhand der Figuren typische Erscheinungen der nationalsozialistischen Herrschaft: Willkür, die Verfolgung der jüdischen und anderer Minderheiten, die Rechtlosigkeit des Einzelnen, die Überwachung, das Spitzeltum. Damit beschreibt Andersch freilich auch etwas, das für andere totalitäre Systeme auch galt und gilt, und macht damit deutlich, dass eine Wiederholung keineswegs unmöglich ist.

[1] Vgl. Kai Metzger, Alfred Andersch, Sansibar oder der letzte Grund. Lektüre easy, Klett Verlag, 4. Aufl. 2004, S. 30 ff.
[2] Ebd.
[3] A.a.O., S. 31
[4] Vgl. Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, totale Herrschaft. Piper, München/ Zürich 1986 (TB). 12. Auflage. 2008.
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Rahmenplan Religion der EKBO

Das wird uns in der nächsten Zeit beschäftigen: Nachdem für die Berliner Schule ein alle Fächer umfassender Rahmenplan für die Klassen 1-10 in Kraft getreten ist, kann das Fach Religion nicht nachstehen, auch wenn es kein staatliches Fach ist. Also ist auch für Religion ein neuer Rahmenplan entworfen und beschlossen worden. Aus dem Konsistorium war zu hören, es gehe dabei um „Anschlussfähigkeit“.
Das „Amt für kirchliche Dienste“ hat nun ein Heft des „ZeitspRUng“ herausgebracht, mit dem in den neuen Plan eingeführt werden soll. Wichtig wird das für die tägliche Arbeit, wenn der neue Rahmenplan ab dem Schuljahr 2018/19 dann verbindlich wird, und für die schulinternen Curricula, die Ende desselben Schuljahres fertig sein sollen.
Hier ist der Link zum pdf-Download des Heftes:
http://akd-ekbo.de/wp-content/uploads/ZeitspRUng_2_2017_web.pdf

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Weltbilder

Bild: NASA, gemeinfei, bearbeitet
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