Luther I

In den nächsten Wochen werde ich in loser Folge Artikel über ein Kooperationsprojekt des ev. Religionsunterrichts an der Goethe-Oberschule mit dem Fach Geschichte einstellen.

Diese Zusammenarbeit hat es in den vergangenen Jahren schon gegeben; zurzeit läuft ein Projekt mit einer 7. Klasse.

Etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler nimmt am ev. Religionsunterricht teil, einige am katholischen. Die Reformationszeit, die Renaissance, ist nach dem aktuellen Rahmenplan für das Fach Geschichte meist gegen Ende der 7. Klasse „dran“.

Der Rahmenplan Geschichte (Link) sieht eine solche Kooperation expressis verbis vor. Im Kapitel 1.1 (Grundsätze) heißt es zum Stichwort Kompetenzentwicklung: „Zur Entwicklung von Kompetenzen wird Wissen gezielt aufgebaut und vernetzt und geht durch vielfältiges Anwenden in kompetentes, durch Interesse und Motivation geleitetes Handeln über. Deshalb werden im Verlauf der Schulzeit zunehmend fachliche Grenzen überschritten und vernetztes Denken und Handeln gefördert“ (S. 5). Vernetzung und das Überschreiten der Fachabgrenzungen werden also als förderlich für den Kompetenzaufbau bei den Schülerinnen und Schülern angegeben.

Der Rahmenplan weist zentrale Themenfelder und Inhalte aus, die teils verbindlich, teils als Wahlthemen formuliert sind. Im Themenfeld 3 („Aufbruch in eine neue Welt“) sind „Entdecker und Entdeckte: z. B. Kolumbus und die Folgen“ und „Reformation: Luther und die Folgen“ Pflichtthemen, „Neues Denken, neues Fühlen, neues Wissen: die Renaissance“ ist als Wahlthema genannt (S. 29). Es liegt auf der Hand, dass dem Religionslehrer dazu etwas einfällt. Im aktuellen Projekt haben wir uns auf das Thema „Reformation“ beschränkt.

Der Rahmenlehrplan bietet „Orientierung und Raum für die Gestaltung schulinterner Curricula“. „Dazu werden fachbezogene, fachübergreifende und fächerverbindende Entwicklungsschwerpunkte sowie profilbildende Maßnahmen festgelegt“ (S.6). „Fachübergreifend“ und „fächerverbindend“ sind hier die entscheidenden Stichworte. Weil Religion in der Berliner Schule nicht vorkommt, ist das Fach hier nicht explizit genannt, aber: Bei der Kooperation innerhalb der einzelnen Fachbereiche und bei fachübergreifenden Absprachen und Vereinbarungen „arbeiten alle an der Schule Beteiligten zusammen und nutzen auch die Anregungen und Kooperationsangebote externer Partner“ (so wörtlich, ebenfalls S.6). Auch wenn der Religionsunterricht nicht ordentliches Lehrfach der Berliner Schule ist, gehört er doch sicher zur Gruppe „aller an der Schule Beteiligten“. Und die „externen Partner“ stehen auch direkt im Text. Ich schließe daraus, dass eine Kooperation Geschichte – Religion auf einem sicheren Fundament im Rahmenlehrplan Geschichte steht.

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