Luther VI

Der Luther-Film

„Luther – Er veränderte die Welt für immer“, zu beziehen von den Medienzentralen der Landeskirchen http://evangelische-medienzentralen.de/ . Mit einem Begleitheft von der Bundeszentrale für politische Bildung, das auch als pdf-Datei heruntergeladen werden kann:

http://evangelische-medienzentralen.de/recherche/downloads/766/Luther.pdf

Die ev. Medienzentrale in Berlin ist telefonisch zu erreichen unter:
Telefon 030 / 31 91-292,
E-Mail: medienzentrale@akd-ekbo.de
Webseite: http://www.akd-ekbo.de/medienzentrale

Anlässlich der Veröffentlichung des Kinofilms „Luther“ von Eric Till (2003) hat Steffen Marklein auf der Internet-Seite des rpi-Loccum eine Rezension (http://www.rpi-loccum.de/malut.html) des Films vorgestellt.

In ihrem ersten Teil geht er Autor insbesondere auf die Frage der historischen  Authentizität des Films ein. An dieser Stelle hat der Film deutliche Schwächen. Luther erscheint zu sehr als das Genie, das Geschichte macht. Zu Recht bemängelt Marklein, dass Luthers späte Polemiken, insbesondere seine Hetzschriften gegen die Juden, unerwähnt bleiben. Auch die Darstellung der Bauernkriege und Luthers Verhältnis zu ihnen bleibt sehr „blass“. Ob das die Intention des Regisseurs oder eine Einschränkung der amerikanischen, lutherischen Geldgeber war, muss hier nicht entschieden werden.

Dennoch empfiehlt Marklein den Film für den Unterricht “Luthers Ringen [ … ] um einen Gottesglauben, der Verstand und Liebe,  Hoffnung und Trost, Freiheit und Verantwortung beieinander hält, –  dieses Ringen kann bis heute eine  Herausforderung für die Gestaltung einer eigenen christlichen Lebens- und Glaubenspraxis sein.“ Damit wäre der Rahmenplanbezug „ev. Religion“ hergestellt, ob es freilich möglich ist, einen Bezug zur Lebens- und Gedankenwelt der Schülerinnen und Schüler herzustellen, ist eine andere Frage. Der Geschichtsunterricht wird Luthers Verhältnis zu den Bauern und zur Obrigkeit in die geschichtlichen Zusammenhänge einzeichnen – und kritischer sehen.

Interessant finde ich Markleins Vorschlag, den „Luther“-Film zusammen mit dem katholischen Religionsunterricht anzugucken und so die ökumenische Perspektive in den Unterricht einzubringen. Zumindest wird dann klar, dass viele Kritikpunkte Luthers in seiner Zeit uns heute nicht mehr von der katholischen Kirche trennen.

Als ökumenisches Projekt wäre auch eine Beschäftigung mit Franz v. Assisi spannend.

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