Museum im Koffer

Ein Koffer voller Dinge, die auf das Leben Dietrich Bonhoeffers verweisen. Das Bild stammt von Marwin Bannehr, ehemals Schüler der Goethe-Schule Berlin. Er hat den Koffer eingesetzt, als er als „Teamer“ bei Pfarrer Juschka in der Paulus-Gemeinde in Berlin-Steglitz am dortigen Konfirmandenunterricht mitgewirkt hat. Juschka hat wohl auch die Idee, die ursprünglich von der Kunsterzieherin Kristine Popp als mobile Form eines Kindermuseums entwickelt worden ist, auf eine Unterrichtseinheit über Dietrich Bonhoeffer übertragen und im Konfirmandenunterricht seiner Gemeinde eingesetzt.

Mehr zum „Museum im Koffer“ und das Nünberger Kinder- und Jugendmuseum gibt es hier: http://www.museum-im-koffer.de/

Marwin Bannehr hat seine Seminarkursarbeit über den Koffer und eine kleine Unterrichtsreihe zu Dietrich Bonhoeffer geschrieben. Ich will mich hier darauf beschränken, den Koffer vorzustellen. Folgende Gegenstände sind darin enthalten:

  1. Pistole
  2. kleines Radio
  3. Kaffee aus Mexiko
  4. Gospel-CDs
  5. Bäffchen
  6. Buch: „Der kleine Katechismus Luthers mit schwarzem Tuch“
  7. Kreuz
  8. Chanukka-Leuchter
  9. Kette und Armband aus Indien
  10. Rosenkranz
  11. Buch: „Einführung in die Religionsgeschichte von Nathan Söderblom“
  12. Postkarte mit totaler Sonnenfinsternis
  13. Buch: „Londoner Skizzen“
  14. Buch: „Sprechstunden Deutsche Geschichte 1933“
  15. Buch: „Sprechstunden Deutsche Geschichte 1938-1945“
  16. Dänemark-Reiseführer
  17. Kräuterbonbons aus der Schweiz
  18. USA-Reiseführer

Über das didaktisch-pädagogische Konzept heißt es auf der Seite des Nürnberger Museums im Koffer. “ … Der Grundgedanke der pädagogischen Arbeit lautet: ‚Lernen durch Handeln‘. Das bedeutet, dass komplexe Sachverhalte mit Hilfe exemplarisch zusammengestellter, weitgehend authentischer und originaler Gegenstände ‚begreifbar‘ und erfahrbar gemacht werden. Alles kann von jedem angefasst und ausprobiert werden.
Im Vordergrund steht – neben der Wissensvermittlung – immer die spielerische Förderung von Fähigkeiten zur selbstständigen Erschließung von Zusammenhängen.“

So ist es auch bei dem Bonhoeffer-Koffer gedacht. Freilich ist das Wissen der Konfirmanden über Leben und Werk Bonhoeffers begrenzt. Das reflektiert auch Marwin Bannehr in seinem Erprobungsbericht. So kommt der Kompetenz der Unterrichtenden hier doch einige Bedeutung zu. Sie müssen während die Konfirmanden die Gegenstände des Koffers erkunden – anfassen, „begreifen“ – in spontanen Gesprächen und Erzählungen die Bedeutung der Gegenstände  darlegen können und dabei das Wissen der Konfirmanden erweitern.
Aber auch wenn man den Koffer nur als „Aufhänger“ oder zum Wecken von Interesse einsetzt, ergibt sich aus der Neugier, die der direkte Kontakt mit den Gegenständen bei den Konfirmanden auslöst, vielleicht der eine oder andere Anknüpfungspunkt für vertiefenden weiteren Unterricht.

Ich denke, es könnte auch eine hübsche Anregung für den Religions- oder den Geschichtsunterricht sein.

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