Seminarkurs „Geschichte Israels“ I

Für das Schuljahr 2012/13 habe ich mich entschlossen, das Thema des Z-Kurses des letzten Schuljahres, nämlich „Geschichte Israels“, zum Thema des Seminarkurses zu machen.

Dies ist ein Weblog, also wird an dieser Stelle öfter etwas daraus und darüber zu finden sein.

Jerusalem: Klagemauer in der Altstadt mit der Al-Aqsa-Moschee (Kuppel rechts) und dem Felsendom (goldene Kupel links) im Hintergrund

Jerusalem: Klagemauer in der Altstadt mit der Al-Aqsa-Moschee (Kuppel rechts) und dem Felsendom (goldene Kuppel links) im Hintergrund
(c) I, Guiladg

Begonnen habe ich denn Kurs mir dem Film „Hass und Hoffnung“ von Carlos Bolado, B.Z. Goldberg und Justine Shapiro aus dem Jahr 2001 (engl.: „Promises“).

Inhalt: B.Z. Goldberg, ein jüdischer Journalist, Amerikaner, hat sieben Kinder aus Jerusalem und dem angrenzenden Westjordanland zwischen 1997 und Sommer 2000 nach ihrem Alltag, ihrem Leben in Israel und Palästina befragt. Sie reden vor der Kamera  über Juden und Araber, über den Konflikt zwischen Israel und Palästina und wie er in ihren Leben vorkommt.
„Der Film behandelt die Geschichte und die Auswirkungen des Nahost-Konflikts am Beispiel von sieben Heranwachsenden, die in und um Jerusalem herum leben. Angesichts der Vielschichtigkeit der israelischen wie auch der palästinensischen Bevölkerung war keine repräsentative Auswahl möglich. Doch die Portraits der vier israelischen und drei palästinensischen Kinder geben einen guten Einblick in das schwierige „Erbe“ des Nahost-Konflikts, das nach Drehende zum Krieg eskalierte“ (aus der unten erwähnten EZEF-Arbeitshilfe“).

Mehr Filminfos:
http://en.wikipedia.org/wiki/Promises_%28film%29

Man kann den Film in der Ev. Medienzentrale in Berlin ausleihen. Er hat dort die Signatur 4284 (Evangelische Medienzentralen). Dort gibt es auch eine Arbeitshilfe des „Evangelsichen Zentrums für entwicklungsbeozogene Filmarbeit“ EZEF als pdf-Datei.

Diese Arbeitshilfe betont zu Recht, dass der Film am besten am Beginn einer Arbeits- oder Studieneinheit eingesetzt werden kann. Der Film lässt leichter verstehen, „um was es beim ‚Nachrichtenthema‘ Nahost-Konflikt eigentlich geht, z.B. um die Bedürfnisse von Juden und Palästinensern nach einem jeweils eigenen Staat in einer historisch wichtigen Region und um die Durchsetzung dieses Ziels ‚mit allen Mitteln‘ „.  Die Arbeitshilfe gibt Anregungen zum Einsatz und zur Nachbereitung des Films.

Für unseren Zusammenhang ist wichtig, dass der Film Fragen nach der Entstehung des Konflikt, nach der „Vorgeschichte“ aufwirft, ebenso nach der Rolle der Religionen.

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„Ich bin in Jerusalem aufgewachsen und ich glaube, ich hatte eine ziemlich normale Kindheit gehabt. Normal, das ist im Nahen Osten aber immer mit Krieg verbunden. Kämpfe brechen aus. Bomben explodieren. Menschen werden getötet“. Mit diesen Worten beginnt der preisgekrönte Dokumentarfilm „Hass und Hoffnung. Kinder im Nahostkonflikt“…

Der Film von B.Z. Goldberg, Justine Shapiro und Carlos Bolado zeigt sieben palästinensische und israelische Kinder, die während der ersten und zweiten Intifadah interviewt wurden. Durch den zeitlichen Abstand von zwei Jahren zeigt sich besonders krass der festgefahrene Kriegszustand, der durch Kinderaugen besonders brutal erscheint. Die Kinder reden von zu tötenden Feinden, von Vernichtung, wünschen sich religiöse Oberbefehlshaber zu werden und träumen von einem araber- bzw. judenfreien Land.

Obwohl die Kinder Angehörige verloren haben, ihre Väter inhaftiert sind und sie in ständiger Angst vor Terroranschlägen leben, konnte Filmemacher Goldberg einige von ihnen überreden, sich mit den „Gegnern“ zu treffen. Tatsächlich dauert es dann nicht lange bis die vier Kinder im palästinensischen Lager Deleishe ausgelassen zusammen spielen.

Der dritte Teil des Films, gedreht während der zweiten Intifada, läßt diese hoffnungsvollen Szenen jedoch zerplatzen: Weder der kleine noch der große Friedensprozess sind zustande gekommen. „Promises“, wie der Film im Original heißt, wurden nicht erfüllt.

Ein intensiver und provozierender Film, der vor allem eines klar macht. Kinder sind nicht dazu geboren, zu hassen und zu töten. Und nur wenn der Haß nicht bereits den Kindern eingepflanzt wird, nur wenn sie einander begegnen und einen Dialog führen, gibt es eine Chance auf Frieden.

  hagalil.com / 01-01-2002 (http://www.judentum.net/kinder/promises.htm)

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