Propheten

In der vergangenen Woche haben die Vereinten Nationen einen vielleicht historischen Beschluss zu Palästina gefasst.
Aus dem Tagesspiegel: „In … [der] Abstimmung [am 29.11.2012] hat die UN-Vollversammlung die Palästinenser mit großer Mehrheit zum Beobachterstaat bei den Vereinten Nationen aufgewertet. … Insgesamt stimmten 138 Staaten dafür, dass die Palästinenser fortan den Beobachterstatus eines Nicht-Mitgliedstaats erhalten. Neun Staaten votierten dagegen, vor allem die USA und Israel.
Enthaltungen kamen neben Deutschland aus 40 weiteren Staaten. Damit erhielten die Palästinenser deutliche Rückendeckung, Präsident Mahmud Abbas sprach anschließend von einem ‚historischen Tag‘ und erklärte: ‚Heute haben wir einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur palästinensischen Unabhängigkeit gemacht.‘ Der Palästinenserpräsident hatte die Vollversammlung vor dem Votum aufgefordert, die ‚Geburtsurkunde für die Realität eines Staates Palästina‘ zu unterzeichnen. Für seine gut 20-minütige Rede erhielt Abbas stehende Ovationen. Er hatte für den Auftritt ein symbolisches Datum gewählt. Der 29. November ist der internationale Solidaritätstag mit dem palästinensischen Volk und erinnert an die UN-Resolution 181 von 1947, die eine Teilung des damaligen britischen Mandatsgebiets Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat vorsah.
Bislang hatte die Palästinenservertretung bei der UNO nur eine einfache Beobachterrolle, vergleichbar mit internationalen Organisationen. Mit dem neuen Status bescheinigen die Vereinten Nationen den Palästinensern praktisch Staatsqualität. … “ (Tagesspiegel, 30.11.2012 – Link zum ganzen Artikel).

Natürlich haben wir das Ereignis im Seminarkurs „Geschichte Israels“ diskutiert. Lange haben wir über die Stimmenthaltung Deutschlands nachgedacht. Die aktuelle Berichterstattung über den Staatsbesuch des israelischen Premierministers Netanjahu stellte Verstimmungen zwischen Deutschland und Israel wegen dieser Enthaltung und über die Siedlungspolitik Israels fest. Der Spiegel schrieb: „…es knirscht in den Beziehungen zwischen Deutschland und Israel“ (Link). Kann sich Deutschland wegen der Geschichte nur einseitig für die Politik Israels positionieren?

Im Ablaufplan des Kurses waren gerade die Propheten dran. In den „Braunschweiger Beiträgen“, der religionspädagogischen Zeitschrift der Landeskirche Braunschweig (meiner Heimat), fand ich einen Artikel von Hans-Georg Babke und Sabine Rogge, den es auch im Internet zum Download gibt (Link).  Dort wird u.a. der Prophet Jeremia ausführlich vorgestellt, seine Königskritik und sein Schicksal. Zur Aktualisierung wird der Klimawandel ausführlich thematisiert. Die Heils- und Unheilsprophetien im Zusammenhang des Klimawandels sind sicher auch ein lohnendes Thema, aber ich fand, dass aktuell noch schöner ein Rufer aus der israelischen Friedensbewegung passt, Reuven Moskovitz.

Für den Unterricht habe ich aus dem Entwurf von Babke/Rogge einen Arbeitsbogen zu Jeremia entnommen, den ich mit freundlicher Genehmigung hier auch zur Verfügung stellen kann (Link).

Reuven Moskovitz habe ich mit einem Text vorgestellt, den ich dem „Palästina-Portal“ entnommen habe . (Über das Palästina-Portal mag sich jeder ein eigenes Bild machen (Link)) .
Der Text ist offenbar eine Rede, die Moskovitz anlässlich eines Konzerts von Daniel Barenboim gehalten hat. Genau sagt das die Internetquelle leider nicht. Moskovitz‘ Rede kann aber inhaltlich, finde ich, für sich stehen. Hier ist der Schülerbogen (Link).
Die Hausaufgabe zur nächsten Stunde ist eine Recherche über Barenboims Friedensaktivitäten.

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